Knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kitas in der Stadt Schweinfurt trafen sich zu einem Einkehrtag im Pfarrzentrum von St. Kilian zum Thema: „Was mir Halt gibt“. Dazu hatten Pfarrer Stephan Eschenbacher und Ehe- und Familienseelsorger Ullrich Göbel eingeladen. Diese Zusammenkunft nutzten die einzelnen Kitas, um sich gegenseitig anhand von Symbolen vorzustellen und das in den Mittelpunkt zu rücken, was den Kitas wichtig ist und wonach sie ihre Arbeit ausrichten. In der Mitte des Sitzkreises konnte man die bunte Vielfalt entdecken, die die verschiedenen Einrichtungen abbildet.
Ullrich Göbel stellte anschließend das vom Jesuiten Willi Lambert entwickelte Stufenschema zum Thema Halt vor. Aus einem stabilen Fundament heraus entwickle der Mensch eine positive Haltung und Einstellung zum Leben, was wiederum sein Verhalten beeinflusse und sich damit auf seine ganze Umgebung, auf die Verhältnisse, auswirke. Das ganze System sei wie ein „gesunder, lebensförderlicher Kreislauf“, in dem die Rahmenbedingungen für gutes Arbeiten und der persönliche Halt genährt und gefestigt werden können.
In verschiedenen Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden dann ausführlich über persönliche Zugänge zum Thema „Halt“ aus, mit der finalen Frage: „Was wollen wir den Kindern heute mitgeben?“ Die Ergebnisse wurden als Wortkarten auf einer quer über den Raum aufgespannten bunten Wimpelschnur angebracht. Einige Beispiele waren: „Wertschätzung/Respekt“, „Wertevermittlung“, „Resilienz“, „echte Aufmerksamkeit“, „Selbstvertrauen“, „Kommunikationsfähigkeit“, „Zusammenhalt“ „Offenheit“ oder „richtige Konfliktlösungsstrategien“. In der Jugendkirche kross ging es zum Abschluss um den Petrus, der Angst bekommt, als er über das Wasser zu Jesus gelangen will. Erst als Jesus die Hand nach ihm ausstreckt, und Petrus diese ergreift, kann er in die Sicherheit des Bootes gelangen.
Als Symbol für den Halt im Glauben wurde ein buntes Seil, befestigt an der brennenden Osterkerze, durch die Reihen gelassen. Daran konnten sich alle Mitfeiernden mit einem farbigen Karabinerhaken festmachen. Pfarrer Eschenbacher dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Dienst in den Einrichtungen und bat Gott im Gebet darum, dass sie die in den Kleingruppen erarbeiteten Werte den ihnen anvertrauten Kindern gut weitergeben können. So endete ein besonderer Tag, der durch viel Begegnung, Austausch und echter Wertschätzung füreinander geprägt war.






